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Geschätzte Gesamtkosten: rund 3,5 Millionen Euro. Mit der jetzt beschlossenen „sechs plus zwei-Lösung“ ging der Rat über seine eigenen Planungsvorgaben hinaus. Ein Raumprogramm für eine sechsgruppige Kleinkindertagesstätte „mittleren Standards“ unter Berücksichtigung geeigneter Standorte zu entwickeln, lautete der Arbeitsauftrag an die Verwaltung. Die Ergebnisse stellte Bauamtsleiter Frank Zimmermann nun vor: Zwei Gruppen im Tassiloweg (Standort des bisherigen Spatzennest 1), vier Gruppen im Kiefernweg (südlich des Spatzennests 2) oder aber eine Neubau mit vier oder sechs Gruppen gegenüber des Volksfestplatzes am Enghofer Weg lauten die Optionen.Über Raumeinsparungen bei Mehrzweck-, Intensiv- und Verkehrsräumen hat man das Ziel erreicht. Mit einer Nutzfläche von etwa 1300 Quadratmetern liege man, so Zimmermann, etwa 28 Prozent unter den Vergleichswerten der Kinderkrippe am Zentralgebäude (1833 Quadratmeter), aber immer noch 23 Prozent über den amtlichen Empfehlungswerten. „Das ist eine ganz solide Geschichte“, betonte auch Sozialreferentin Karla Cole. Der Rat gab einstimmig die die Planungen für das auf 2,6 Millionen Euro geschätzte Vorhaben in Auftrag, sah aber davon ab, die Gruppenraumgröße von 52,50 auf 50 Quadratmeter zu reduzieren. Grund: Die Räume lassen sich so leichter „umwidmen“, beispielsweise für einen Kindergarten. Denn auch in diesem Bereich, so die Prognose (siehe Kasten), wird in den nächsten Jahren der Bedarf steigen. Im Hinblick auf den ab 2013 geltenden Rechtsanspruch von Kindern ab einem Jahr auf einen Betreuungsplatz, beantragte Karl-Heinz Zenker (FW) zusätzlich zwei Gruppen am Tassiloweg (neben dem Kindergarten Wolkenschlösschen) aufzumachen. Diese Einrichtung könnte, wie Cole das auch von der SPD-Fraktion gestützte Anliegen befürwortete, als „alterserweitertes Kinderhaus“ – für Kinder im Krippen- und Kindergartenalter – betrieben werden. Geschätzte Kosten: 900.000 Euro. "Sechs plus zwei" Gemeinde will Kindertagesstätten weiter ausbauen Kein Euro fürs MittagessenEinen Euro sollten Eltern für das Mittagessen ihrer Kinder berappen können, auch wenn sie finanziell schlecht gestellt sind. Mit diesem Tenor lehnt der Gemeinderat einstimmig einen Zuschussantrag von BRK und AWO ab. Grund: Die Gemeinde will nicht in die Zuständigkeit des Landkreises eingreifen.Hintergrund: Das Landratsamt Freising übernimmt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe für einkommensschwache Familien die Kosten für den Besuch einer Tageseinrichtung, wenn die finanzielle Belastung den Eltern und dem Kind nicht zuzumuten ist. Die Prüfung und Beurteilung des Antrages erfolgt im Landratsamt Freising. Bei einem positiven Entscheid erfolgt die Übernahme gänzlich oder auch nur zum Teil. Die Leistung umfasst den Elternbeitrag, die Kosten für das Mittagessen und das Getränke- und Spielgeld. Durch die Bezahlung des Mittagessens entsteht den Eltern eine häusliche Ersparnis. Seit dem 01.09.2010 werden daher die Kosten des Mittagessens nicht mehr vollständig übernommen, sondern die Eltern müssen einen Beitrag von 1 Euro pro eingenommenem Essen selbst entrichten. Da die Kostenübernahme in einem sozialrechtlichen Verfahren geprüft wird und bei Erteilung eines Übernahmebescheides die wirtschaftliche Bedürftigkeit der Kinder bzw. der Eltern festgestellt ist, beantragen die Träger der Kindertageseinrichtungen in Hallbergmoos – BRK und AWO –, dass der Elternanteil von der Gemeinde Hallbergmoos übernommen werden soll, um eine weitere finanzielle Belastung der Eltern zu vermeiden. In den Einrichtungen der AWO befinden sich derzeit ca. 15 Kinder und in den Einrichtungen des BRK ca. 20 Kinder, die durch den Träger der Jugendhilfe unterstützt werden. Hallberg-Card verlängertDie zweijährige Testphase mit Erfolg bestanden hat das gebührenpflichtige Parken am S-Bahnhof. Der Rat sprach sich für eine Weiterführung aus. Auf dem Jahresticket für Einheimische - der Hallberg-Card für 26 Euro - kann künftig nur noch ein Kennzeichen eingetragen werden. Damit reagierte der Rat auf missbräuchliche Verwendung. Sportpark wächstDie Planungen für Boulderwand (im Zentralgebäude), Skateranlage und Brunnen am zentralen Platz hat der Gemeinderat gebilligt.Ausbildungsplatz im RathausNur noch alle zwei Jahre wird im Hallbergmooser Rathaus eine Lehrstelle angeboten. Begründung: Die Verwaltung ist überlastet und kann bei höherer Frequenz keine qualitativ hochwertige Ausbildung garantieren. |